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ROC-Studie: Drei von vier Beschäftigten in Deutschland wünschen sich ein flexibleres Arbeitszeitmodell

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2017-03-14

Die Arbeitswelt der Zukunft bedeutet mehr als technische Veränderungen: 74 Prozent der Mitarbeiter in deutschen Firmen möchten unter neuen Zeitmodellen arbeiten, die der aktuellen Lebenssituation flexibel angepasst werden können. Und 68 Prozent wollen Urlaubsanträge, Reisekostenabrechnungen oder die Anmeldungen zu Weiterbildungsmaßnahmen künftig über digitale Selbstbedienungstools managen. Dies zeigt die internationale Studie „Arbeitswelt der Zukunft“ der Unternehmensberatung ROC. Mehr als 2.500 Arbeitnehmer in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Großbritannien wurden dafür befragt, mehr als 1.000 davon aus Deutschland.

Auch wenn die meisten Menschen viele ihrer zu Jahresbeginn gefassten guten Vorsätze längst wieder einkassiert haben dürften, ist der Wunsch, Job, Familie und Freizeit besser miteinander in Einklang zu bringen, bei vielen Bundesbürgern mehr als nur ein Neujahrswunsch. So möchten laut der ROC-Studie 74 Prozent der Beschäftigten in Deutschland unter neuen Zeitmodellen arbeiten, die ihrer aktuellen Lebenssituation flexibel angepasst werden können. Überdies wollen mindestens zwei von drei Mitarbeitern Urlaubsanträge, Reisekostenabrechnungen oder die Anmeldungen zu Weiterbildungsmaßnahmen künftig über digitale Werkzeuge selbst verwalten, statt Zettel bei ihrer Personalabteilung einzureichen. Noch offener stehen die Arbeitnehmer in der Schweiz diesen Maßnahmen gegenüber mit 83 beziehungsweise 75 Prozent. In Österreich sind es 75 Prozent und 74 Prozent der Befragten.

„Die Ergebnisse unserer Studie belegen, dass viele Beschäftigte bereits heute Dinge befürworten, die ihnen die Arbeitswelt der Zukunft bietet. Sie wünschen sich Veränderungen, die im Einklang stehen mit dem stärkeren Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik sowie einer weiteren Automatisierung“, fasst Oliver Back zusammen, Global COO der ROC Group. „Dies ist ein positives Signal. Die Aufgeschlossenheit der Angestellten sollte Führungskräfte dazu ermutigen, den Begriff Arbeit 4.0 endlich mit Leben zu füllen.“

Auch ein weiteres Modell kommt gut an: Mehr als jeder Zweite (54 Prozent) möchte im betrieblichen Kontext mit seinen privaten, bevorzugten Geräten, Systemen und Marken arbeiten. Und weitere 51 Prozent der Befragten würden gerne die Leistung ihrer Kollegen persönlich belohnen – aus einem Budget, das die Firma jedem Mitarbeiter dafür zur Verfügung stellt. „Es muss nicht immer gleich eine Revolution sein. Auch einzelne Maßnahmen bringen ein Unternehmen weiter in Richtung Arbeitswelt der Zukunft“, rät Prof. Dr. Armin Trost, Studiendekan an der Hochschule Furtwangen (HFU), der die Studie wissenschaftlich begleitet hat.

Und so ermutigt ROC-COO Back die Führungskräfte, Pilotprojekte mit flexiblen Arbeitszeiten, wechselnden Einsatzorten und betrieblichen Belohnungssystemen einzuführen, sofern noch nicht geschehen: „Testen Sie innovative Ideen in Ihren Betrieben ­- Ihre Mitarbeiter werden es Ihnen danken!“

Studie "Arbeitswelt der Zukunft"

Unter wissenschaftlicher Begleitung von Prof. Dr. Armin Trost, Studiendekan an der Hochschule Furtwangen (HFU), wurden im April/Mai 2016 im Auftrag der Unternehmensberatung ROC insgesamt 2.521 Arbeitnehmer in Deutschland, Großbritannien, Österreich und der Schweiz zum Thema Arbeitswelt 4.0 befragt.